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Zum Tag des offenen Denkmals öffnen auch die Bischofsmühle, das Stadtmuseum DAS TOR und der Alte Bahnhof Lette

NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur am Sonntag (13.09.)

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Bischofsmühle Coesfeld
Bischofsmühle Coesfeld © Stadt Coesfeld

Am Sonntag (13.09.) öffnen auch in Coesfeld drei besondere Orte ihre Türen zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“. Mit dabei sind:

Eisenbahnmuseum Alter Bahnhof Lette: offen von 11 bis 17 Uhr, Führungen durch den Bahnhof, Bahnhofsallee 47

Bischofsmühle: offen von 11 bis 16 Uhr, Kurzführungen um 11.30, 13 und 14.30 Uhr, Bischofsmühle 10

Stadtmuseum DAS TOR: offen 14 bis 17 Uhr, Überblicksführung durch die Sammlung um 14.30 Uhr, Mühlenplatz 3

Eine Übersicht mit allen offenen Denkmalen im Kreis Coesfeld findet sich unter https://www.kreis-coesfeld.de/themen-projekte/kultur-ehrenamt/tag-des-offenen-denkmals

Informationen zu den offenen Denkmalen in Coesfeld:

Im Eisenbahnmuseum „Alter Bahnhof Lette“ zeigen wir Ihnen einen repräsentativen Querschnitt der Eisenbahngeschichte im Westmünsterland, inklusive der Technik eines mechanischen Stellwerkes. Das Eisenbahnmuseum befindet sich im ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofs Lette (Kr Coesfeld) an der internationalen Kursbuchstrecke 412 Dortmund - Lünen - Coesfeld - Gronau - Enschede der Deutschen Bahn AG. Das Museum umfasst die gesamten Bahnanlagen des Bahnhofs „Lette (Kr Coesfeld)“. Das Empfangsgebäude sowie die Gleisanlagen und sämtliche technische Einrichtungen stehen seit 1990 unter Denkmalschutz. Die Museumsräume mit einer Ausstellungsfläche von 200m² im Erd- und Kellergeschoss bestehen u.a. aus Warteraum (Jahresausstellung), Dienstraum mit Stellwerk (Dauerausstellung), Güterabfertigung (u.a. für Filmvorführungen und Caféteria), Modellbahnkeller, Archivkeller sowie Lagerräumen und Werkstätten. Im Modellbahnkeller wird an einer großen Märklin-Modelleisenbahnanlage mit Nachbau des Bahnhofs Lette gearbeitet. Im Museumsgarten wurden Signale und viele weitere geschichtlich interessante Stücke aufgestellt, darunter die Original-Schornsteine einer preußischen P8 (38 3553) und einer preußischen G8 (55 4647).

 

Die Geschichte der Bischofsmühle reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Sie war Lehen des Bischofs von Münster und gehörte zu seinen Tafelgütern. Im Mittelalter waren Mühlen weit mehr als nur Produktionsstätten für Mehl. Durch den Mühlenzwang, der Bauern dazu verpflichtete, ihr Getreide in der Bannmühle des Grundherrn mahlen zu lassen, wurden sie zentrale gesellschaftliche Knotenpunkte. Hier trafen sich regelmäßig Menschen aus verschiedenen Schichten zum sozialen und wirtschaftlichen Austausch. Mühlen waren somit ein wichtiger Ort der Kommunikation. 1598 wurde die Bischofsmühle aus der Lehnspflicht entlassen und an die Freiherrn von Graes zur Loburg verkauft. 1624 wurde die Bischofsmühle erstmals an einen Müller verpachtet. 1905 erwarb sie der Pächter und Müller Hubert Seesing. Bis heute befinden sich die Mühle und das Anwesen im Besitz dieser Familie.  1984 wurde die Bischofsmühle unter Denkmalschutz gestellt, und der heutige Besitzer Heinz Seesing begann 1986 mit umfangreichen Sanierungsarbeiten, die mit der Restaurierung des Mahlwerks 2009 abgeschlossen wurden. Getreide wird nicht mehr gemahlen, heute liefert die Wasserkraft der Mühle Strom für die angrenzenden Haushalte.

 

DAS TOR. Stadtmuseum Coesfeld: Das Walkenbrückentor wurde 1339 das erste Mal schriftlich erwähnt. Es ist das letzte der ursprünglich fünf mittelalterlichen Stadttore, die alle aus dem 14. Jahrhundert stammten. Ein Großteil der Stadtmauer Coesfelds wurde während des Siebenjährigen Krieges geschliffen. Das Walkenbrückentor aber blieb erhalten und diente bis ins 20. Jahrhundert als Gefängnis. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt und in der Nachkriegszeit wieder aufgebaut. Seit den 1980er Jahren wird es als Museumsgebäude genutzt, zunächst für die heimatkundliche Ausstellung des Heimatvereins und seit 2012 ist hier das Stadtmuseum der Stadt Coesfeld untergebracht. Als Denkmal und historischer Ort ist es ein Glücksfall für die museale Auseinandersetzung mit der Stadt. Denn Stadtbefestigungen wurden errichtet, um ihren Bewohnern Schutz vor Angriffen zu bieten. Durch die Stadttore wurde dieser geschützte Raum für den Handel und Verkehr geöffnet und kontrolliert. Sie ermöglichten damit eine Öffnung in das Umland und waren damit auch Ausgangspunkt von Handelsbeziehungen und anderer Netzwerke von Städten und ähnlich organisierten Siedlungsformen.