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Seit 2006 ehrt der Bürgermeister im Rahmen des alljährlichen Stadtempfangs Ehrenamtliche, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben und deren bürgerschaftliches Engagement geprägt ist durch Freiwilligkeit, fehlende persönliche Gewinnabsicht und Orientierung am Gemeinwohl.

Aufgerufen zur Einreichung von Vorschlägen wird regelmäßig zum Internationalen Tag der Freiwilligen am 5. Dezember. Eine Ehrenamtsjury entscheidet abschließend über die Preisvergabe.
Neben der ideellen Anerkennung durch eine entsprechende Urkunde erhalten die Preisträger auch eine finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit.

Möglich macht dies ein Angebot der Sparkasse Westmünsterland an alle Städte und Gemeinden in ihrem Geschäftsgebiet, anlässlich der bundesweiten Ehrenamtsinitiative „für mich, für uns, für alle“ die kommunalen Würdigungen mit jährlich 1.500 Euro zur Aufstockung vorhandener Prämien oder als Sonderpreis zu unterstützen.

Für das Jahr 2020 hat die Sparkasse Westmünsterland eine Sonder-Würdigung von ehrenamtlichem Engangement während der Corona-Pandemie ermöglicht. Damit wurden zwei Vereine gewürdigt: Die Coesfelder Tafel und "Lebensfreude im Alter". Im Rahmen des digitalen Stadtempfangs am 15. März 2021 wurden fünf weitere ehrenamtliche Initiativen mit diesem Sonder-Ehrenamtspreis ausgezeichnet, für den die Sparkasse Westmünsterland auch 2021 wieder zusätzlich 1.500 Euro bereitgestellt hatte.

 

Sonder-Ehrenamtspreis 2021

Die Sonder-Ehrenamtspreisträger 2021 sind:

Essen auf Rädern - stellvertretend für den Bereich Kranken- und Altenpflege

Stellvertretend für den Bereich Kranken- und Altenpflege wurde die ehrenamtliche Gruppe "Essen auf Rädern" ausgezeichnet, die an 365 Tagen im Jahr mehr als 200 ältere oder kranke Menschen mit warmem Essen versorgt - auch und gerade während der Pandemie.

Der Mittagstisch am Lambertiplatz - stellvertretend für den sozial-caritativen Bereich

Etwa 50 aktive Helferinnen und Helfer haben auch in der Corona-Pandemie Kontakt gehalten zu ihren Gästen, versorgten sie anstelle der täglichen Mahlzeit mit monatlichen Gutscheinen und kleinen Aufmerksamkeiten, waren ansprechbar bei vielen kleinen Nöten und vermittelten unbürokratische Hilfe.

 

Die Messdiener von Anna-Katharina - stellvertretend für den Bereich Kinder- und Jugendgruppen

Das Leitungsteam ist in der Corona-Pandemie eingesprungen und hat die monatliche Altpapiersammlung, die sonst auch von jüngeren Messdienerinnen und Messdienern durchgeführt wird, in Eigenregie übernommen. Sie hielten Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen, als reguläre Gruppenstunden und Ausflüge nicht möglich waren.

 

Die Flüchtlingsinitiative - stellvertretend für den Bereich Hilfe für Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten

Die Ehrenamtlichen der FI waren auch während des Lockdowns, der die geflüchteten Frauen und Männer und die Familien in den Unterkünften unvorbereitet traf, weiterhin vor Ort ansprechbar, informierten über die geltenden Einschränkungen, besorgten Masken und halfen, die Isolierung zu überwinden.

Sabine und Lilly Weßendorf - stellvertretend für den Bereich Nachbarschaftshilfe

Mutter und Tochter zögerten nicht, als die Coronahilfe im letzten Jahr spontane Unterstützung suchte. Sie kauften regelmäßig für ein Ehepaar aus der Nachbarschaft ein, versorgten die älteren Herrschaften mit frischen Lebensmitteln und halfen so, den Lockdown erträglich zu machen.

Ehrenamtspreisträger 2020

Die Ehrenamtspreisträger 2020 sind:

Sarah Albertz

Sarah Albertz engagiert sich seit vielen Jahren im Tierschutz, zunächst in größeren Organisationen, seitdem sie in Coesfeld wohnt, immer mehr auch hier vor Ort. Sie beteiligte sich am Tierschutztag 2019 und bei vielen konkreten Projekten für mehr Tierwohl, bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere oder nachhaltige Lebensweisen. An der Kreuzschule, wo sie als Lehrerin tätig ist, hat sie den Wahl-Kurs "Tier und Umwelthilfe" eingerichtet für die 7. und 8. Schulklassen.

 

Stefanie Hinkenbrandt

Stefanie Hinkenbrandt ist seit 2016 aktiv in der Sprachfördergruppe am Heriburg-Gymnasium. Sie hilft zugewanderten Kindern beim Erlernen der deutschen Sprache als Assistentin im Unterricht, aber auch bei bürokratischen Angelegenheiten, Arztbesuchen oder als Begleitperson bei Ausflügen. Seit 2017 vermittelt sie außerdem Kinder und Jugendliche in Sportmannschaften der SG 06. "Integration durch Sport" ist ihr ein wichtiges Anliegen.

Dr. Annette Höping

Dr. Annette Höping ist seit 2007 freie Mitarbeiterin im Kunstverein. Sie war maßgeblich an Ausstellungen der Coesfelder Künstlerin Heti Thier in der Bischofsmühle beteiligt und hat auch im Kloster Gerleve eine Ausstellung organisiert mit Werken von Antonia Berning. In mehreren Lesungen machte sie die Öffentlichkeit mit den Lebensgeschichten der beiden Künstlerinnen vertraut. Noch heute engagiert sich Dr. Annette Höping im Seniorencafé des DRK.

 

Helmut Lethaus

Seit vielen Jahrzehnten ist Helmut Lethaus der Fußballabteilung der DJK Eintracht eng verbunden, als Betreuer der "Alten Fußballgarde", beim Bau der Zuschauertribüne, als Lagerleiter des Kinder-Zeltlagers und über viele Jahre hinweg in der Platzgastronomie.

1984 gründete er die Sportkegel-Abteilung und war über 35 Jahre hinweg deren Abteilungsleiter.

 

 

Henrik Teichen (Jugend-Ehrenamtspreis)

Henrik Teichen ist seit Kindertagen aktiv in der Coesfelder Waldjugend, seit 2013 Gruppenleiter und als solcher aktiv bei Baumpflanz- oder Forstaktionen, gemeinsamen Wanderungen oder anderen Unternehmungen. Die Gruppe nimmt schon seit Jahren auch am Müllsammeltag der Stadt teil. Arten- und Insektenschutz sind ein großes Thema für die Kinder der Waldjugend, dazu hat Henrik Teichen 2019 ein Bienenprojekt gestartet, sich zum Imker ausbilden lassen, Spenden gesammelt und ein Bienenvolk angeschafft.

 

Besonders engagiert im Corona-Jahr: Die "Coesfelder Tafel" und "Lebensfreude im Alter"

Für ihr ehrenamtliches Engagement besonders in der Corona-Pandemie wurden die "Coesfelder Tafel" und der Verein "Lebensfreude im Alter" mit einer zusätzlichen Auszeichnung gewürdigt, den die Sparkasse Westmünsterland in 2020 zur Verfügung gestellt hat. Bürgermeister Heinz Öhmann lobte bei der Übergabe: "Sie waren mit vielen Ehrenamtlichen nicht nur in diesem Jahr, aber ganz besonders in der Corona-Zeit, den Menschen nahe und haben dort geholfen, wo Hilfe notwendig war."

 

Ehrenamtspreisträger 2019

Die Ehrenamtspreisträger 2019 sind:

Christiane Falk

Christiane Falk gehört gemeinsam mit ihrem Mann Robert Kreyß seit vielen Jahren zum Orga-Team des Festivals "Rock am Turm". Sie helfen beim Auf- und Abbau und organisieren ein Kinderprogramm mit Spiel- und Tanzangeboten, Workshops und Kinderschminken.

Im Herbst 2015 engagierte Christiane Falk sich spontan in den Flüchtlingsunterkünften. Sie organisierte Spiel-, Spaß- und Tanznachmittage, besonders für die Kinder und sammelte mit ihrem Team Hilfsgüter - von Kleidung und Spielsachen bis hin zu Fahrrädern, veranstaltete Basare und erfüllte Weihnachtswünsche. Ihr Mann organisierte Fußballspielen für junge Geflüchtete, gemeinsam führten sie das Turnier "Ball der Nationen" durch.

Ein weiteres Projekt sind die „Kids mit Handicaps“, eine inklusive Tanzgruppe. Christiane Falk besucht mit unentgeltlichen Auftritten ihrer verschiedenen Tanzgruppen Seniorenheime und Gruppennachmittage, war auf der Pfingstwoche ebenso dabei wie bei der Flashmob-Aktion „One Billion Rising“.

Andrea Hommel

Andrea Hommel nimmt den Ehrenamtspreis stellvertretend entgegen für das Team des „Café International“, das seit Herbst 2015 monatlicher Treffpunkt ist für Geflüchtete und Einheimische, für Menschen in ganz verschiedenen Lebenslagen. Sie sagt: „Wir haben damals im Pfarreirat von Anna Katharina überlegt, wie wir den Flüchtlingen hier in Coesfeld ein paar unbeschwerte Stunden bereiten können.“

Die Teammitglieder backen Kuchen, richten den Raum im Pfarrheim her und bewirten an jedem ersten Freitag im Monat alle, die hierherkommen. Der enge Kontakt mit der Flüchtlingsinitiative und mit Aktiven beider Konfessionen, von Haus Hall und weiteren Partnern ermöglicht gelebte Gastfreundschaft und echte Willkommenskultur. So wurde das Café International ein Treffpunkt verschiedener Kulturen, besonders auch für Frauen mit Kindern. Hier werden Kontakte geknüpft über Sprachgrenzen hinweg.

Irmgard Nagel

Irmgard Nagel betätigte sich über Jahrzehnte ehrenamtlich in der Anna Katharina Gemeinde. Ihr Engagement begann mit einem Brot, das sie alljährlich als besonderen Schmuck für den Altar zum Erntedankfest gebacken hat – insgesamt mehr als 40 Jahre lang.

Mehr als 36 Jahre lang hat sechsfache Mutter, die zudem lange ihren pflegebedürftigen Mann zuhause gepflegt hat, die jährliche Caritas-Sammlung unterstützt, war dabei jeweils mehrere Wochen unterwegs und hat „ihre“ 200 Haushalte besucht - zuletzt mit dem Rollator, in der Adventszeit und häufig bei Wind und Wetter.

Irmgard Nagel hat außerdem das „Essen für Alleinstehende“ in der Anna Katharina Gemeinde unterstützt: Mehr als 12 Jahre lang kochte sie einmal im Monat für den Mittagstisch, an dem regelmäßig etwa 30 Personen teilnahmen. Sie kaufte ein und bereitete Essen (und Nachtisch!) in ihrer heimischen Küche zu. Gemeinsam mit einem Helferteam wurde die Tafel im Pfarrheim gedeckt und sie sagt heute: „Es hat allen immer gut geschmeckt.“

Jürgen Stahl

Jürgen Stahl trägt seit 15 Jahren ehrenamtlich zum Erfolg des DJK-Zeltlagers für Behinderte bei, als Koch und Leiter des Küchenteams. Er übernimmt die Verantwortung, eine Woche lang 80 bis 90 Menschen mit und ohne Behinderung zu versorgen – und das mit kleinem Budget. Er sucht den Standort mit aus, knüpft Kontakte zu den örtlichen Händlern, erstellt Einkaufs- und Speisepläne und stellt ein Küchenteam zusammen. Gemeinsam mit diesen ehrenamtlichen Helfern, häufig angehenden Heilerziehungspflegern der Liebfrauenschule, leistet er durch seinen 24-Stundenjob im Zeltlager einen großen Beitrag zur Inklusion.

Jürgen Stahl ist „seinem“ Verein aber auch in anderer Weise verbunden: Er hat sich stark gemacht für die Gründung der Segelabteilung, Segelkurse durchgeführt und besonders die Kinder- und Jugendarbeit gefördert. Seit 2003 ist er im Festausschuss der DJK-VBRS aktiv.

Sabine Strick

Sabine Strick erhält den Ehrenamtspreis für ihre langjährige Tätigkeit in der Telefonseelsorge. Seit 15 Jahren sitzt sie unentgeltlich mehrmals monatlich - auch nachts – am Telefon und nimmt Anrufe Ratsuchender aus dem Raum Münster, Coesfeld, Warendorf, Steinfurt und Borken entgegen. Die Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge arbeiten absolut anonym: Für den Ehrenamtspreis macht Sabine Strick eine Ausnahme und nutzt die Gelegenheit, damit auch aufmerksam zu machen auf die wichtige Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer der Telefonseelsorge.

Ehrenamtspreisträger 2018

Die Ehrenamtspreisträger 2018 sind:

Thomas Borgert (Jugend-Ehrenamtspreis)

Thomas Borgert ist seit seiner Kindheit Mitglied der DJK Eintracht Coesfeld, er war Mitbegründer des Jugendausschusses und engagiert sich im Vorstand der Leichtathletik-Abteilung. Thomas Borgert beteiligte sich am Bau der Flutlichtanlage und hilft beim Auf- und Abbau des Zeltlagers. Bei vielen Leichtathletik-Großveranstaltungen ist Thomas Borgert als Leiter des Wettkampfbüros hauptverantwortlich für alle Abläufe - von der Anmeldung bis zur Siegerehrung: Beim Coesfeler Citylauf, dem Christi-Himmelfahrts-Sportfest und auch beim Deutschen Sparkassenmarathon, der 2015 in Coesfeld stattfand. Dafür erhält er nun den Jugend-Ehrenamtspreis.

Helga Domeier und Monika Hüwe

Die Zwillinge Helga Domeier und Monika Hüwe sind viele Jahre im Näh-Team der Karnevalsgesellschaft Die-la-Hei aktiv gewesen: Sie entwarfen mit ihren Mitstreiterinnen Kostüme für die Showtänze der vier Tanzgarden, wählten die Stoffe aus und nähten jährlich neue ausgefallene Kostüme. Sie wirkten außerdem mit im Kinderkarneval, vor und hinter den Kulissen.

Für die 1. Fußballmannschaft der DJK Eintracht Coesfeld übernehmen sie seit vielen Jahren die wöchentliche Trikotwäsche und sorgen in der Platzgastronomie auch für das leibliche Wohl. Viele Jahre haben sie die Fußballer nach den Heimspielen privat zu Hause bekocht.

 

Helga Schulze Bertelsbeck

Helga Schulze Bertelsbeck ist seit 2005 Sprecherin der Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte. Die ehemalige Grundschullehrerin hat sich für die Installation von Ringschleifen in öffentlichen Gebäuden und Kirchen eingesetzt und macht die Öffentlichkeit immer wieder auf die Belange Hörbehinderter aufmerksam, etwa durch die Organisation von Hörtagen.

Helga Schulze Bertelsbeck ist außerdem seit Jahrzehnten aktiv in der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, sie arbeitet mit im Leitungsteam des Caritas-Netzwerkes und in der "Offenen Tür" und ist Mitherausgeberin der "Brücke", dem Gruß aus der Gemeinde St. Lamberti.

Willi Vennebörger

Willi Vennebörger ist seit Jahrzehnten unermüdlich aktiv, wenn in der Letter Kirche oder im Kirchenchor handwerkliches Geschick gefragt ist. Er erledigt sämtliche Schreinerarbeiten, baut Requisiten, Podeste und Holzschmuck für den Chor und erledigt Transporte und Aufbau. Seine Werkstücke lassen die Krippe in Lette jährlich wachsen, er hat für die Kirche Messdiener-Sitzbänke und Liederbuchkästen gebaut und das Fronleichnamskreuz aufgearbeitet.

Auch im Letter Berger Schützenverein war Willi Vennebörger aktiv, ebenso im Pfarrgemeinderat. Von 2006 bis 2007 hat er ehrenamtlich den Werkunterricht für die Kardinal-von-Galen-Schule geleitet.

 

Andrea Wiesmann

Andrea Wiesmann erhält den Ehrenamtspreis für ihr jahrelanges Engagement in der Katholischen Landjugendbewegung. Als Leiterin der Spielschar wählt sie für die plattdeutsche Theatergruppe Stücke aus, probt sie mit der elfköpfigen Spielschar, näht Kostüme, kümmert sich um den Vorverkauf und die Werbung. Im Schützenverein Coesfelder Berg organisiert sie beim Erntedankfest oder beim Karneval die Cafeteria, bereichert das Programm mit Büttenreden oder Sketchen, näht und bastelt.

Ehrenamtspreisträger 2017

Die Ehrenamtspreisträger 2017 sind:

Benedikt Bäumer

Benedikt Bäumer pflegt seit 2010 gemeinsam mit Nachbarn der Höltenen Klinke ehrenamtlich den Spielplatz „An der Klinke“. So konnte der Spielplatz, der aufgrund eines Ratsbeschlusses vom 08.05.2008 eigentlich hatte geschlossen werden sollen, erhalten bleiben. Zu den Aufgaben zählen Rasenpflege, Reinigung, Spielgerätekontrolle, Winterdienst und Verkehrssicherungspflicht. Die Nachbarn prüfen regelmäßig Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Spielgeräte.

Hildegard Hörsting

Hildegard Hörsting ist seit über zehn Jahren im Café Käthchen des St. Katharinen-Stifts aktiv, sie kocht Kaffee, deckt die Tische ein und bedient die Gäste. Die 91-Jährige kennt viele Bewohner persönlich und besucht diese regelmäßig. In der Advents- und Weihnachtszeit backt sie Waffelhörnchen, die sie ebenso wie selbstgemachte Marmelade verschenkt.

Ursula Theis

Ursula Theis engagiert sich im Vorbereitungsteam des Seniorennachmittags „Visite und mehr“ der Anna-Katharina-Gemeinde (Idee 2012 auf dem Patronatsfest vorgestellt, Start 2013). Der Seniorennachmittag findet monatlich immer am 2. Mittwoch statt und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Frau Theis arbeitet außerdem im Team der kfd Anna Katharina, dort leitet sie den Frauenkreis.

 

Willi Twent

Willi Twent ist seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise ehrenamtlich aktiv, als Einzelperson und im Verein. Seit 1994 hat er eine fünfköpfige deutschrussische Familie begleitet und ihr bei der Einbürgerung geholfen.  Fünf Jahre lang hat er ein alleinstehendes älteres Geschwisterpaar bis zu dessen Tod betreut. Seit 2003 begleitet Herr Twent den MS-Kontaktkreis (über die Bruderschaft Fabianus et Sebastianus), organisiert Ausflüge und Vorträge und begleitet die monatlichen Treffen. Im Zweijahresrhythmus gestaltet er das Programm des viertägigen Besuchs der MS-Selbsthilfegruppe Eisenach.
Seit 1958 ist Willi Twent Mitglied in der DJK Coesfeld, war besonders aktiv in der Leichtathletik- und der Tennisabteilung. Zum zehnjährigen Bestehen der Tennisabteilung hat er eine Broschüre erarbeitet.

Christin Niewerth (Jugend-Ehrenamtspreis)

Christin Niewerth erhält den Jugendehrenamtspreis für ihr Engagement beim Projekt „Ferien ohne Koffer“ der Anna-Katharina-Gemeindecaritas. Seit 2012 hilft sie bei der Organisation und Durchführung dieses viertägigen Freizeitangebots in den Herbstferien. Zielgruppe: Senioren der Anna-Katharina-Gemeinde im Alter von 51 bis 99 Jahren, die aufgrund ihres Alters oder wegen Krankheit überwiegend an ihre häusliche Umgebung gebunden sind. An vier aufeinander folgenden Tagen treffen sich die rund 20 Teilnehmer in der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr, um den Tag bei gemeinsamen Mahlzeiten und mit einem bunten Programm zu verbringen.

Ehrenamtspreisträger 2016

Die Ehrenamtspreisträger 2016 sind:

Martha Hemsing

Die Coesfelderin erhielt die Auszeichnung vor allem für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für das Deutsche Rote Kreuz. Bis ins Jahr 2014 hatte sie monatlich einen Seniorennachmittag organsiert – mit stets 40 bis 60 Gästen. Auch die DRK-Kleiderkammer war ohne ihr Engagement kaum denkbar. Sogar bis nach Brasilen ist Frau Hemsing gereist um dort mit  einer brasilianischen Freundin eine Kleiderkammer vor Ort einzurichten.

Wiltrud Wolfers

Seit vielen Jahren ist Frau Wolfers vielfältig in Coesfeld engagiert:  seit 1995 unterstützt sie mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz Projekte der Kinderhilfe Tschernobyl, organisiert die vierwöchigen Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendlich aus Svensk oder hilft bei der Organisation der Hobbykünstlerausstellung im Autohaus Tönnemann. Überdies singt sie in der Kantorei Anna Katharina, arbeitet dort seit 19 Jahren als Kassiererin im Vorstand und ist zudem seit neun Jahren auch in der Anlaufstelle „Offenes Ohr“ der Pfarrgemeinde Anna Katharina ehrenamtlich aktiv.

Bernhard Stegemann

Der 79-jährige Letteraner leitet sei 2007 ehrenamtlich die Werk-AG an der Kardinal-von-Galen-Schule in Lette. Dort vermittelt der rüstige Senior gemeinsam mit Josef  Brinkschulte den Grundschülern den sachgerechten Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen. Seine Doppelstunde ist für die Kinder stets ein Highlight der Woche.

Ehrenamtspreisträger 2015

Ursula Bockhoff

„Frauenpower“ wird bei Ursula Bockhoff groß geschrieben. Vor mehr als fünf Jahren gründete sie den Förderverein für den “frauen e.V.“ und das Internationale Frauenforum und betreut diese beiden Vereine nach wie vor mit viel Elan. „Wenn wir die Frauen erreichen, erreichen wir die ganze Familie“ ist U. Bockhoff überzeugt. Sie organisiert Treffen, Ausflüge, Museumsbesuche, Kochnachmittage und vieles mehr, um Coesfelderinnen, Aussiedlerinnen, Flüchtlingsfrauen sowie Asylantinnen eine Plattform zu bieten. 

Christel Michels

„Mit kleinen Kindern ist es immer schön – ich genieße es!“ sagt Christel Michaels, die sich als „Wellcome“-Engel und darüberhinaus als eine von drei Ehrenamtlichen auch für das FBS-Prjekt FamiLO „Familie mit Lobby“ engagiert. Sie hat bereits 11 Familien betreut und dort Mütter im Alltag mit einem neuen Baby entlastet. Sie spielt mit den Kindern, geht mit ihnen spazieren, füttert und wickelt die Kleinen. Aktuell kümmert sich die Coesfelderin gleich um zwei Familien.

Frank Wichtrup

Das Zeltlager der St.-Antonius-Schützenbruderschaft ist ohne Frank Wichtrup kaum mehr denkbar. 35 Jahre ist es mittlerweile her, dass Frank Wichtrup zum ersten Mal als Helfer mit in das Zeltlager fuhr. Seit seiner eigenen Jugend engagiert er sich im Kreis Coesfeld und kümmert sich seit 25 Jahren als Lagerleiter um Planung, Logistik, Auf- und Abbau der Zelte und ein abwechslungsreiches Lagerprogramm.

Ehrenamtspreisträger 2014

Maria Busemann-Holters

Die studierte Diplom-Ökotrophologin hat jahrelang einen Coesfelder Kindergarten geleitet. Sie weiß wie schwierig es ist, Familie mit den heutigen beruflichen Anforderungen zu vereinbaren. Selbst Mutter von vier erwachsenen Kindern, die nicht in Coesfeld,, sondern im Emsland, in Nürnberg, Essen und Berlin leben, kennt sie den Wunsch nach einer „Be-Omarung der eigenen Enkel". Sie hat den Bedarf erkannt und die Freiheit der Rentnerin genutzt, um ein eigenes Ehrenamt zu kreieren: Die Frühschicht. Die überzeugte Familien-Unterstützerin betreut Kinder von 6 bis 8 Uhr an der Maria-Frieden-Grundschule. Deren Eltern gehen früh arbeiten oder haben eine lange Anfahrt zur Arbeitsstätte. Ihr größter Lohn ist die Rückmeldung der Pädagogen: Die Kinder seien ruhiger und aufnahmefähiger.

 

Gerd Melis

Inklusion – die Teilhaber Behinderter am gesellschaftlichen Leben ist für Gerd Melis gelebte Praxis. Der gebürtige Letteraner gab mit 40 Jahren bewusst seinen technischen Beruf auf, um Heilerziehungspfleger zu werden. Eine Berufung, denn über den eigentlichen Arbeitsalltag in Haus Hall Gescher und in der Marienburg Coesfeld macht sich der Familienvater in seiner Freizeit stark für ihn anvertraute Menschen und eröffnet ihnen neue Perspektiven für mehr Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Der Vollblut-Musiker gründete die Haus Haller Band und macht seit über 20 Jahren mit sechs behinderten Bewohnern Unterhaltungsmusik vom Walzer bis zum Rock. Und das mit großem Erfolg: Zum Repertoire gehören inzwischen 159 Titel, Gastspiele gab es im gesamten Münsterland, im Sauerland und in den Niederlanden.

 

Franz Perick

16 Jahre wirkte der Letteraner im Pfarrgemeinderat, acht Jahre im Kirchenvorstand. Angefangen in der katholischen Landjugend Lette, hat Franz Perick sich jahrelang bei den Messdienern eingesetzt und um die Organisation der Pfarrkirmes gekümmert. Sein jüngstes Projekt hat ihn am meisten in Atem gehalten: Die Sanierung der St. Johanneskirche Lette. Über das von dem Landwirten initiierte Patenprojekt – Gläubiger und Unterstützer konnten jeweils eine von 235 Paten-Flächen übernehmen – sammelt er mit dem Förderverein allein 35.000 €. Ein halbes Jahr dauerte die Sanierung der Pfarrkirche und der Familienvater war jeden Tag koordinierend und organisierend dabei. Am 1. Advent 2013 konnte die neu erstrahlte Kirche der Öffentlichkeit übergeben werden. Franz Perick hat zudem wie jedes Jahr die Krippenlandschaft aufgebaut.

Volker Schwan

Dank des Oberstudienrats a.D. haben es die Coesfelder besonders einfach, ihre Vorfahren zu finden. Er hat im Netz das größte Datenarchiv im Münsterland aufgebaut. Es enthält 112.000 Personen, die eine familiäre Verbindung zu Coesfeld haben. Täglich fünf Stunden wertet Volker Schwan Personenstandsbücher, Kirchenbücher und andere Bestände dafür aus. Bis in das 17. Jahrhundert kann man zurückgehen und nach Namensvettern suchen. Dass die Ergebnisse dieser freiwilligen Arbeit gefragt sind, zeigen die fast 8,9 Mio. Abfragen in der Internetdatenbank www.online-ofb.de/coesfeld .

Jugendamtspreis: Rebecca Wehling

Die 21-jährige nutzt jede freie Minute, die ihr das Studium der Sozialpädagogik lässt, um die Coesfelder Tafel zu unterstützen. Mit ihrer Offenheit und Herzlichkeit und einer großen Portion Einfühlungsvermögen geht sie auf die Tafel-Kunden ein. Die junge Frau ist überzeugt: „Jeder kann von diesem Schicksal selbst betroffen sein."  Die Erfahrung im Team der Coesfelder Tafel bereichere ihr Leben und sei persönlich wertvoll für sie. Auch politisch setzt sich die junge Frau ein. Bei Bündnis 90/Grüne und in der Coesfelder Flüchtlingsinitiative. Dazu füllt sie große und kleine Rollen an der Coesfelder Freilichtbühne aus – die Jugendamtspreisträgerin 2014 ist also vielfältig ehrenamtlich aktiv in ihrer Heimatstadt!

Ehrenamtspreisträger 2013

Sybille Schall

Seit dem Jahr 2000 hat sich die literarisch interessierte Journalistin als Sprecherin des Arbeitskreises Kultur im Stadtmarketing Verein engagiert. Sie hat vielfältige Veranstaltungen wie Balladenabende im Schlosspark, die Matinée zum Muttertag, die Aktion Gedichte am Bauzaun, Stadtspaziergänge zu Kunstwerken, den Treffpunkt Literatur und "Nachgefragt", ein Diskussionsformat im öffentlichen Raum initiiert. Dazu leitet sie als Selbstbetroffene ehrenamtlich den Kontaktkreis Multiple Sklerose, des es seit 1986 in Coesfeld gibt.

Georg Veit

Der politisch aktive Gymnasiallehrer hat maßgeblich die Neukonzeption des Stadtmuseums "Das TOR" als Projektleiter begleitet und wird sich hier weiter einsetzen für eine modernen Museumskonzeption, die die Menschen anspricht und mitnimmt. Dazu hat sich der Familienvater für die Wiederbelebung des Denkmals "Bischofsmühle" engagiert und arbeitet für die Coesfelder Kulturnächte aktiv mit. Es ist ihm wichtig, dass der Kultur in Coesfeld Raum gegeben wird und Geschichtliches nicht in Vergessenheit gerät und der nachfolgenden Generation zugänglich bleibt. (www.kulturnacht-coesfeld.de ,stadtmuseum.coesfeld.de)

Markus Lammerding

Der 33-jährige widmet sich unermüdlich der Jugendarbeit im Ortsteil Lette. Ohne hauptamtliche Unterstützung durch einen Pastoralreferenten engagiert er seit 14 Jahren mit dem siebenköpfigen Vorstand der Meßdienerschaft St. Johannes Lette die Aktionen für 140 Kinder und Jugendliche sowie 40 Gruppenleiter. Der junge Mann organisiert Weiterbildungen, Freizeitangebote, indes auch das Pfarrfest und als Höhepunkt das große Ferienlager in den Sommerferien. Für ihn bietet die Kirche Orientierung und ist ein wichtiger Anker im Leben.

Sternsinger

Jugendpreis: Stellvertretend für alle Sternsinger
Alexandra Thier, Lukas Seggewiß und Marius von dem Berge

Meßdiener, Sternsinger, Gruppenleiter und dann Mitorganisatoren der Sternsinger-Aktionen: Alle drei engagierten sich mit großem Einsatz in ihren Kirchengemeinden. 2012 haben in Coesfeld 400 Sternsinger knapp 45.000 € an Spenden für Projekte in den Partnergemeinden und für das Kindermissionswerk gesammelt. Die drei Preisträger begeistert die größte Hilfsorganisation von Kindern für Kinder. Die Freude der Menschen über den gebrachten Segen ist eine weitere Motivation.

Ehrenamtspreisträger 2012

Maria Locher

erhält die Auszeichnung für ihr intensives Engagement für die pädagogische Arbeit der Stadtbücherei. Sie leitet den Förderverein "Stadtbücherei Coesfeld" seit 2005 und hat zahlreiche positive Impulse gesetzt, u. a. den Bilderbuchbus für Kindergartenkinder, den Bibliothekenführerschein für Grundschüler eingeführt oder die Illumination des historischen Portals organisiert. Außerdem bringt sie Gästen udn Besuchern liebenwürdig "ihre" Stadt bei Rundgängen nahe und engagiert sich für die Städtepartnerschaft mit De Bilt. 

Johannes Schlamann

ist u. a. für seinen über 40 Jahre währenden Einsatz für die Diabetikerselbsthilfegruppe sowie Aktivitäten in der Kirchengemeinde Anna Katharina, in der Bruderschaft St. Vinzenz und St. Laurentius, im Sportverein DJK Vorwärts Coesfeld e.V. oder im Kolping ausgezeichnet worden. Sein gesellschaftliches und caritatives Wirken wurzelt in der christlichen Glaubensüberzeugung an das Gut. Es vollzog sich vielfach unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung. 

Agnes Sandscheiper

hat die erfolgreiche soziale Initiative "Möbelladen Coesfeld" begründet. Seit Juli 2011 können dort Bedürftige oder auch Sammler und Trödelfreunde in gut erhaltenen gebrauchten Möbeln stöbern. Die neue Anlaufstelle ergänzt das Angebot der Coesfelder Tafel. Der rege Zulauf aus allen Schichten der Bevölkerung, die Begeisterung des ehrenamtlichen Teams und das positive Echo aus den sozialen Institutionen zeigen, dass die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Johannes Lette den Bedarf richtig erkannt hat. Ihre langjährige Arbeit im Sachausschuss der Caritas hat ihr dabei geholfen.

Claudia Haßkamp

erinnert auf vielfältige Art und Weise regelmäßig an die Orte jüdischen Lebens in der Stadt. Die Pädagogin für Deutsch und Geschichte der Theodor-Heuss-Realschule hält mit ihren Schulprojekten wie eigenen Initiativen und denen im  Arbeitskreis Riga-Komitee die Erinnerung an die nach Riga deportierten jüdischen Coesfelder wach. Sie gibt den Ermordeten ein Gesicht und damit ihre Würde zurück. Ihre Aktivitäten haben überregionales Interesse hervorgerufen und das Ansehen Coesfelds gefördert. 

JUGENDPREIS: Jens Wortmann

ist mit dem Jugend-Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden. Der Student der Rechts- und Politikwissenschaften hat mit 15 Jahren als Messdiener begonnen, sich in der Pfarrgemeinde zu engagieren. Seine Freizeit hat er seitdem in die Messdiener- und Jugendarbeit (Ferienlager) und den Tanzsport investiert. Er hat wesentlich am Erfolg des jungen Vereins Tanzsport Schwarz-Gold Coesfeld Anteil und bringt sich dort zielstrebig ein. Zusätzlich ist der junge Goxelaner stellvertretender Vorsitzender der Sportjugend im KreisSportBund (KSB). Dort motiviert er andere, organisiert Projekte und Veranstaltungen.

Ehrenamtspreisträger 2011

Wilhelm Schwindeler

engagiert sich seit vier Jahrzehnten ehrenamtlich in der ehemaligen Pfarrgemeinde Maria-Frieden, die jetzt zur Großgemeinde St. Lamberti gehört. 
Er war mehrere Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat und hat den Aufbau und das Leben in der Gemeinde wesentlich mitgestaltet. So organisierte er z.B. Ferienlager für Kinder und Jugendliche. Herr Schwindeler ist außerdem von Beginn an Mitglied im 1968 gegründeten Kirchenchor.
Darüber hinaus galten seine Bemühungen insbesondere dem seit 1979 bestehenden Aktionskreis „Eine Welt“ in dem die Gemeinden Projekte in der Partnergemeinde Joao Pessoa im Nordosten Brasiliens unterstützt. Dazu führt Herr Schwindeler bis heute  aktiv die monatlichen Altpapiersammlungen und den monatlichen Verkauf von Waren aus fairem Handel durch. Auch der Erlös des monatlichen Preisdoppelkopfturnieres dient den Armenvierteln der Partnergemeinde. Zwei Mal hat sich Herr Schwindeler selber ein Bild davon gemacht, wie die Menschen dort leben und wie die Hilfe wirkt. Herr Schwindeler sorgt sich außerdem sehr um die älteren Mitbürger, organisiert z.B. Zusammenkünfte in Begegnungsstätten und ist immer zur Stelle, wenn Nachbarn zum Arzt gefahren werden müssen o.ä..

Marlene und Bernhard Langehanenberg

Das Ehepaar hat sich um die Einrichtung des Puppen- und Spielzeugmuseums Coesfeld im Jahr 2004 in herausragender Weise verdient gemacht. Die Organisation des Museumsbetriebes wird vom Ehepaar mit ehrenamtlichen Kräften ausgezeichnet organisiert. Seit der Gründungsphase ist der Verein auf 67 Mitglieder angewachsen, und es konnte unter der engagierten Leitung des Ehepaares Langehanenberg eine große Spielzeugsammlung zusammengetragen werden. Inzwischen hat sich die Ausstellungsfläche im Gebäude der Stadtbücherei, Walkenbrückenstraße 25, erheblich vergrößert, so dass auch Sonderausstellungen präsentiert werden können: Puppen aus aller Welt, Dampfmaschinen, Streichholzschiffe und „Barbies“, aktuell die Sonderausstellung „Polizei-Puppen“ locken die Besucher vor allem auch von außerhalb nach Coesfeld – 20.150 Menschen haben bisher das Puppen- und Spielzeugmuseum Coesfeld besucht, das das museale Angebot der Kreisstadt erheblich bereichert. 

Rosemarie Beenen und Margret Kurz

Frau Beenen hat vielfältige Projekte in der KAB Lette ins Leben gerufen und diese mit Frau Kurz umgesetzt. Besonders haben sie sich für die Opfer der Kriege auf dem Balkan und für die Region Volta in Ghana engagiert. Unter anderem haben sie Kinderspielzeug mit der Jungkolpinggruppe Lette für Flüchtlinge im Kosovo und in Albanien gesammelt und nachhaltig mit kreativen Aktionen und Veranstaltungen zu Spenden für den Kosovo aufgerufen. Für die Flüchtlingslager wurden z. B. Lebensmittel, Babynahrung, Kleidung und Schuhe benötigt.
Zudem haben sich die beiden Ausgezeichneten für die Steyer Missionare in Ghana eingesetzt, die Waisen und alleinerziehende Mütter unterstützen. Durch Gründung des Ghana Bastelkreises (2002) und den regelmäßigen Basar am 1. Advent sind schon viele segensreiche Projekte der Volta Region in Ghana ins Leben gerufen worden, z.B. konnte ein Container gekauft werden, der jetzt als Werkstatt genutzt wird. Zurzeit wird ein Schulprojekt des Bistums Münster – Weltkirche – durch die engagierten Frauen aus Coesfeld Ortsteil Lette unterstützt.

Werner Heer

engagiert sich seit 20 Jahren in der Bruderschaft St. Vincenz und St. Laurentius Coesfeld e.V., die sich für Menschen in Notlagen und Menschen im Alter sowie mit Behinderungen einsetzt. Die Bruderschaft feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.
Die Gruppe besucht u.a. regelmäßig die Bewohner der kirchlichen sozialen Einrichtungen in Coesfeld, St. Vincenz-Hospital, St. Katharinen-Stift, St. Laurentius-Stift und Marienburg mit dem Coesfelder Kreuz. Dazu werden Ausflüge mit Bewohnern unternommen. Mit dem Katharinen-Stift feiert die Bruderschaft traditionell ein Herbstfest und die Gruppe repariert regelmäßig die Rollstühle der Bewohner (Rollstuhl-Check).
Dazu initiiert die Bruderschaft in den russischen Orten Semibratowo und Rostow Tagesstätten für Menschen mit Behinderung und unterstützt diese finanziell wie partnerschaftlich.

JUGENDPREIS: Marvin Pless

hat selber als Jugendlicher die THW-Ausbildung durchlaufen. Als 14-jähriger ist er dort eingetreten. Nun betreut Herr Pless mit sehr viel Hingabe die beiden Jugendgruppen mit 30 Junghelferinnen und –helfern. Es macht ihm Freude, den Kindern sein Wissen und seine Erfahrung weiterzugeben. Bei jedem Einsatz ist Marvin Pless stets der Erste und zeichnet sich durch seine Weitsicht und Problemlösungskompetenz aus. Am 04.01.2011 ist der junge Coesfelder von der THW-Helferschaft zum Helfer des Jahres im Ortsverband Coesfeld gewählt worden.  Neben der Jugendarbeit ist Marvin Pless Helfer in einer Bergungsgruppe.

Ehrenamtspreisträger 2010

Mechthilde Bäumer

Seit 1991 ist Mechthilde Bäumer ehrenamtliche Sprecherin des Arbeitskreises für die Partnerschaft von St. Lamberti mit der Gemeinde Holy Cross in Tamale, Ghana. Frau Bäumer erfüllt diese Partnerschaft mit Leben. Unter anderem übersetzt sie die gesamte Korrespondenz mit "Holy Cross", organisiert den Austausch der Besuche  von und nach Tamale, ist in Coesfeld eine kompetente englischsprachige Stadtführerin für die ghanaischen Gäste und leitet den Eine-Welt-Laden. Bei Letzterem tätigt sie für alle Pfarreien den Einkauf und die gesamte Buchführung. Zudem verkauft sie selbst alle vierzehn Tage im Eine-Welt-Laden St. Lamberti. Darüber hinaus ist Frau Bäumer die  Verbindungsperson zum Diozesankomitee in Münster; dort vertritt sie den Ghanakreis, Referat Weltkirche, im Landesforum NRW. Außerdem ist Frau Mechthilde Bäumer seit Jahren im Kirchenvorstand von St. Lamberti tätig.

Mladen Mrsic

ist kroatischer Abstammung und hat Coesfeld vor fast 50 Jahren zu seiner Heimat gemacht, indem er eine Familie gründete, sich eine berufliche Existenz aufbaute und so beispielhaft die eigene und die Integration ausländischer Mitbürger praktizierte. Er wurde Ansprechpartner für Polizei und Gericht sowie für die Fachbereiche Soziales und Jugend bei der Stadt, indem er als Dolmetscher für Verständigung und Verständnis sorgte.
Seit 20 Jahren ist er ehrenamtlich in der Wohnungsgenossenschaft Coesfeld aktiv und trug aktiv zur Realisierung zahlreicher Wohnprojekte in der Stadt bei. 1999 kam er erstmals mit der Arbeiterwohlfahrt in Kontakt. Aufgeschlossen für soziales Engagement wirkte er zunächst im Hintergrund und ohne Amt. 2005 wurde er stellvertretender Vorsitzender der heute 263 Mitglieder zählenden Gemeinschaft und war in dieser Funktion maßgeblich am gelungenen Umbau der Begegnungsstätte am Lambertiplatz beteiligt. Der 73-Jährige ist die  gute Seele des Awo-Hauses und – nach dem Tode von Detlef Kleer - seit Oktober 2009 auch 1. Vorsitzender der AWO.

Hermann Uphues

Herr Uphues ist 72 Jahre alt und seit dem Start des Sozialen Mittagstisches am Bahnhof vor jetzt über zehn Jahren dort sehr engagiert ehrenamtlich tätig. Lange Zeit war er zudem im damaligen Kirchenvorstand St. Ludgerus aktiv und kümmerte sich unentwegt um die vielen kleinen und großen Notwendigkeiten der Ludgeruskirche – „viel mehr als man erwarten konnte“. Ferner ist Herr Uphues einer der Motoren der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), u. a. langjähriges Vorstandsmitglied.

Heinrich Schöttler

Herr Schöttler unterstützt seit mehr als einem Jahrzehnt die Arbeitsgruppe des Heimat- und Verkehrsvereines Lette e.V.. Er ist gelernter Schreinermeister und bringt sich bei allen Holzarbeiten ein. Gerade die sehr speziellen handwerklichen Arbeiten beim Aufbau des historischen Schafstalles und den Informationstafeln, die durch auffällige Holzschnitzarbeiten verschönerten Kuckucks-, Habicht- und Kastanienhütte sind in Lette markante Punkte, die nicht nur von den Letteranern, Coesfeldern, sondern auch von den auswärtigen Besuchern der Stadt Coesfeld zu Fuß oder per Rad angesteuert werden. Herr Schöttler verrichtet all diese Arbeiten trotz seines Alters von 80 Jahren kontinuierlich, unbeirrt, mit großer Freude und Aufgeschlossenheit.

JUGENDPREIS: Vivien Hielscher, Violetta Schneider, Ramona Timmermann

waren die Coesfelder Teilnehmerinnen des Lourdes-Projektes 2009 des Oswald-von-Nell-Breuning Berufkollegs. Es wird seit 2001 unter dem Motto „Grenzen überwinden – Schüler begleiten behinderte und kranke Menschen auf ihrer jährlichen Pilgerfahrt nach Lourdes durchgeführt. Es sind also schon neun Mal Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Diözesan-Pilgerstelle Münster und 45 behinderten Menschen nach Lourdes gepilgert, um sie dort vor Ort und im Alltag zu unterstützen. Stellvertretend für dieses beispielhafte Jugendprojekt zeichnet die Ehrenamtsjury die drei jungen Damen aus der Kreisstadt Coesfeld aus. Weitere Teilnehmer kommen – entsprechend des Einzugsbereiches des Berufskollegs – aus Billerbeck, Dorsten, Gescher, Lüdinghausen, Reken und Rosendahl. Ins Leben gerufen haben dieses Projekt vor neun Jahren die Pädagogen Friedrich Schweers und Klaus Höing, der nach seiner 4. Teilnahme im Sommer 2004 verstorben ist. Ab 2005 unterstützt der Pädagoge Christoph Ruprecht Herrn Schweers bei der Organisation. Mehr auch auf der Internetseite www.nbbkcoe.de.

Ehrenamtspreisträger 2009

Josef Grösbrink

Josef Grösbrink ist seit 1990 in allen praktischen und kreativen Belangen rund um St. Jakobi aktiv, u. a. bei der Turmbeleuchtung, Tannenbaumaktion, als Kommunionhelfer, für die Frauengemeinschaft sowie mit Auftritten beim Karneval.

Helmut Göckener

steht dem Blinden-und Sehbehindertenverein Coesfeld-Ahaus seit 2.1.1965 als sehender Helfer für Buchhaltung, Kasse, Werbemaßnahmen, Mitgliederbesuche, Pflege der Vereinsförderer und die Pressearbeit zur Verfügung.

Lore Schorn

leitet seit Mai 2004 die evangelische Gemeindebücherei mit außergewöhnlich großem Erfolg. Sie erreicht die Jugend mit vielfältigen, eigens ins Leben gerufenen Projekten (Leseförderung, Vorlesepaten, Multimedia-Rucksäcke, Mentoring Coesfeld) und betreibt erfolgreich Sponsorensuche. 

Günter Hölker

kümmert sich seit 2003 kontinuierlich und verlässlich um Herrn Klaus Dillage, der nach einem schweren Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Er fährt mit Herrn Dillage einmal pro Woche einen Tag lang Spazieren und bringt ihn zwei Mal wöchentlich zur Tagespflege in das Katharinenstift.

Jugendpreis: Hannah Vollenbröker und Michael Wolf,

die aus eigener Kraft ein Benefizkonzert für aidsinfizierte Waisenkinder in Uganda der Organisation „plan“ in der St.-Pius-Aula organisiert haben. Das gut durchdachte und organisierte Konzert fand öffentlich große Beachtung. Zudem sind beide vielfacht ehrenamtlich aktiv (Freilichtbühne coesfeld, Leiterrunde Anna-Katharina, Messdiener-Leiter, Betreuung Ferienlager)

Ehrenamtspreisträger 2008

Pawel Balster

 - Sonderpreis Jugend - für seinen überproportionalen Einsatz im Jugendrotkreuz, bei der Leitung einer Jugendgruppe sowie als Klassen- und Jahrgangsstufensprecher der Stufe 11 am Gymnasium Nepomucenum.

Werner Fäth

für seine Pionierarbeit in der Lebenshilfe, d.h. für Menschen mit Behinderungen. Darüber hinaus für seinen Einsatz in in der Bruderschaft St. Vincenz/St. Laurentius und im Offenen Ohr der Anna Katharina Gemeinde sowie als Vorstandsmitglied im Förderverein von Haus Hall.

Helmut Langener

engagiert sich seit über 50 Jahren für die DJK Eintracht Coesfeld – VBRS e.V., und zwar immer in zweiter oder dritter Reihe, vor allem für das Zeltlagerteam leistet er seit 37 Jahren unentbehrliche Dienste.

Alma Müller

ist mit ihren 88 Jahren sehr aktiv für den Mittagstisch am Bahnhof. Sie erhält den Preis für ihren  kontinuierlichen Einsatz für das seit acht Jahren bestehende 24-köpfige Team. Es ermöglicht an jedem Tag im Jahr von 11.30 bis 14 Uhr eine warme Mahlzeit für alle Bedürftigen (für 1 €, Wert 3 €).

Valentina Tropmann

ist seit 1990 als Aussiedlerin in Coesfeld. Von Geburt an schwerstbehindert, bedient sie dennoch liegend den Computer und hilft Aussiedlern bei Anträgen und Behördengängen, ist seit Gründung der Tchernobylhilfe als Dolmetscherin und Betreuerin tätig, macht Korrespondenz bei 16 Tchernobylinitiativen in NRW.

Alfons Wilmer

für sein Engagement für den Kreuzweg, den er von der Kleinen bis zur Großen Kapelle wieder befahr- und begehbar gemacht hat.

Ehrenamtspreisträger 2007

Hermann Abel

für intensive Aufbauarbeit und eine nachhaltige Leistung für die Waldjugend

Magdalena Beerhorst,

die mehr als 15 Jahren ein leukämiekrankes Kind bzw. jetzt Erwachsene aus dem Tchernobylgebiet betreut und u. a. Gelder für eine lebenswichtige Operation gesammelt und ärztliche Leistungen maßgeblich mit ermöglicht hat.

Familie Peirick,

welche sich durch ein außergewöhnlich breites und intensives ehrenamtliches Engagement auszeichnet. Alle Familienmitglieder unterstützen in überproportionalem Maß die Polenhilfe (Fahrten im Urlaub, Organisation), die Arbeit der Flüchtlingsinitiative, engagieren sich in der Pfarrcaritas der Gemeinde Anna Katharina sowie in der Vincenzbruderschaft.

Joachim und Nicole Theisen,

die sich nachhaltig und unermüdlich für die Coesfelder Schulen, speziell in den Fördervereinen der Lambertischule und des Nepomucenum, einsetzt. Das Engagement ist in Bezug auf Einsatz, Erfolg und Nachhaltigkeit mehr als außergewöhnlich und überaus vorbildhaft.

Margret Schoppmann

betreut die Senioren in der Wohnanlage an der Bruchstraße 2 in außergewöhnlichem Ausmaß und hat maßgeblich am Aufbau und der Abwicklung der Brasilienhilfe in Lette mitgearbeitet.

Ehrenamtspreisträger 2006

Erstmals wurde die Auszeichnung im Jahr 2006 im Rahmen des Stadtempfanges verliehen.

Geehrt wurden    

  • Marie-Luise Steens (Emmerickhaus),   
  • Gerburg Schwering (Flüchtlingsinitiative),   
  • Hans Benson (Freilichtbühne Coesfeld)   
  • und Elfriede Gerbersmann (Pfarrei Maria-Frieden).